Abnehmen

Ohne Stress ein paar Kilo abnehmen und alte Gewohnheiten loswerden

Abnehmen hat oft etwas mit Stress zu tun. Eine Diät bedeutet immer, die Essgewohnheiten umzustellen. Man muss sich einem Plan zu unterwerfen, der oft überhaupt nicht zum eigenen Tagesablauf passt und Dinge essen, die nicht wirklich schmecken.

Eine bariatrische Operation ist eine konkurrenzlos effektive Methode, sehr viel Gewicht in recht kurzer Zeit abzunehmen. Aber nicht immer ist eine solche Operation überhaupt gewünscht oder notwendig. Wenn die Voraussetzungen für eine operative Behandlung nicht erfüllt werden bedeutet das nicht automatisch, dass es keine Hilfe beim Abnehmen gibt.

Wenn es also nur um ein paar Kilo geht, die abgenommen werden sollen oder wenn ein Anfang gemacht werden soll, dauerhaft die Essgewohnheiten zu verbessern, haben wir hier ein paar Tipps zusammen gestellt, die einfach umzusetzen sind und ohne Kohlsuppe oder Formula-Diät auskommen:

Kleinere Teller benutzen

Portionsgröße Ein großer Teller verleitet dazu, sich große Portionen aufzuladen. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch Einkaufswagen in Supermärkten. Sie sind für einen normalen Einkauf eigentlich immer zu groß. Dadurch wirken sie leer und das verleitet dazu, mehr hinein zu laden als eigentlich nötig.

Wenig Alkohol trinken

Alkohol hat einen relativ großen Energiegehalt. Insbesondere Bier, dass gerne mal in größeren Mengen getrunken wird, führt so dazu, dass man mehr Kalorien zu sich nimmt als nötig.

Nicht beim Fernsehen essen

Essen beim Fernsehen…und nicht beim Essen fernsehen. Dadurch wird das Essen zur Nebensache und die Kombination von Fernsehen und Essen zu einer Gewohnheit. Wenn der Fernseher angeht, greift die Hand automatisch zur Chipstüte. Für das Essen und für das Sattwerden sollte man sich Zeit nehmen

Keine süßen Säfte trinken

Ein Glas Orangensaft enthält genau so viel Zucker wie ein Glas Cola. Auch wenn es sich hier um “natürlichen” Zucker handelt: Es ist Zucker und der enthält Kalorien. Wer abnehmen möchte, sollte Säfte am besten mit Wasser verdünnen (Schorle).

Nur zehn Stunden täglich essen

Wenn Sie die Zeit, in der Sie täglich essen, reduzieren dann nehmen Sie automatisch ab. Nehmen Sie sich zum Beispiel vor, nur zwischen 8:00 und 18:00 Uhr zu essen, dann ist es möglich das Übergewicht etwas zu reduzieren (Siehe hier) ohne dass Sie darauf achten müssen, was Sie eigentlich essen (in vernünftigem Rahmen natürlich).

Seltener wiegen

Wenn man eine Diät macht, ist man natürlich neugierig, welche Erfolge man bereits erzielt hat. Zu häufiges wiegen führt aber eher zu Enttäuschungen als zu Erfolgserlebnissen. Die Fortschritte sind sehr klein und fallen nur in größeren Zeitabständen auf. Daher maximal einmal in der Woche wiegen.

Kohlehydrate reduzieren

Wenig Kartoffeln, Nudeln und Weißbrot. Das scheint nach neuester Studienlage sogar besser zu sein als das Fett zu reduzieren [siehe hier]. Aber auch wenn diese Erkenntnis in der Zukunft wieder von anderen Erkenntnissen abgelöst werden wird: Alleine die Tatsache, dass man sich mit dem, was man isst, auseinander setzt und so kontrolliert, was man in welchen Mengen zu sich nimmt, führt dazu, dass man weniger isst und so automatisch abnimmt.

Nach dem Abendessen Zähne putzen

Zähne putzenUm zu verhindern, dass nach dem Abendessen noch weiter genascht wird, kann es hilfreich sein, sich die Zähne zu putzen. Das Gefühl geputzter Zähne führt dazu, dass man zweimal überlegt, bevor man sich wieder etwas in den Mund steckt und sich somit die Zähne später noch mal putzen muss.

Kauen, kauen, kauen

Es dauert ungefähr 15 Minuten, bis beim Essen ein Sättigungsgefühl einsetzt. In diesen 15 Minuten ist es ohne weiteres möglich, deutlich mehr zu essen, als tatsächlich an Energie benötigt wird. Insbesondere bei Fast-Food wird – wie der Name bereits suggeriert – bewusst schnell und so über das notwendige Maß hinaus gegessen. Wenn man sich angewöhnt, jeden Bissen 40 mal zu kauen, zwingt man sich dazu, sich Zeit für das Sattwerden zu nehmen. Ob nun 40 oder 32 oder 25 mal gekaut wird, ist fast nebensächlich. Entscheidend ist die Zeit. Aber das ausgiebige Kauen hat noch einen Effekt: Die langkettigen Kohlehydrate im Essen werden bereits im Mund zu kurzkettigen Zuckern zerkleinert. Das merkt man daran, dass kohlehydratreiche Nahrung anfängt süß zu schmecken, wenn man sie nur lange genug im Mund zerkleinert. Diese kurzkettigen Zucker sind besser verdaulich und so können sich auch lange bestehende Verdauungsprobleme deutlich gebessert werden.

Portionsgrößen lernen

FDDBEiner der häufigsten Gründe für die Aufnahme von zu vielen Kalorien ist eine falsche Portionsgröße. Hier ist es wichtig, dass man lernt, was eine ausreichende Portion eigentlich ist. Ein sehr gutes Werkzeug hierzu ist die FDDB. Hier kann man auf der Webseite oder mit Hilfe von entsprechenden Apps alles dokumentieren, was man ißt oder trinkt. Bei der Eingabe werden Mengen und Portionsgrößen abgefragt. Man wird also dazu “gezwungen”, sich darüber Gedanken zu machen. In der Anfangszeit kann man eine kleine Küchenwaage zur Hilfe nehmen, damit man lernt, die Mengen richtig einzuschätzen.

Am Sinnvollsten ist natürlich eine Kombination aus allen oben aufgeführten Punkten. Und es sollte sich um eine lebenslange Umstellung handeln. Diese Maßnahmen bringen nichts, wenn man sie mal nur für vier Wochen ausprobiert. Außerdem funktionieren diese Vorschläge ganz gut, wenn es darum geht, ein paar Kilos abzunehmen. Wenn Ihr Übergewicht aber so groß ist, dass Sie aufgrund Ihres BMI als adipös und sehr adipös eingestuft werden, dann sollten Sie sich in eine professionelle Betreuung begeben.

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