Häufige Fehler

Die Operation ist nicht alles. Nachdem die multimodale Therapie und die Antragsstellung Monate bis Jahre gedauert haben, glauben viele, mit der Operation sei alles erreicht. Im Rahmen einer guten Vorbereitung werden Sie auf die Notwendigkeit einer ausgewogenen Ernährung auch nach dem Eingriff hingewiesen. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass es typische Fehler gibt, die immer wieder gemacht werden. Hier sind die sechs häufigsten:

1. Keine Spezialvitamine

typische FehlerNach einer bariatrischen Operation ist es von zentraler Bedeutung, dass Sie auf eine angepasste Vitamin-Zufuhr achten. Da die Diät nach der Operation sehr wenig Kalorien enthält, wird die Einnahme der Vitamine umso wichtiger. Es gibt inzwischen verschiedenen Anbieter sogenannter “Spezial-Vitamine”, die auf die unterschiedlichen Operationen angepasst sind. Hier empfehlen wir eine Internetrecherche.

Es ist gut möglich, dass eine unzureichende Vitaminzufuhr keine sofortigen Symptome zeigt, es können aber nach einiger Zeit erhebliche Probleme auftreten. Die Vitaminspiegel werden eine Zeit lang normal bleiben, dann im weiteren Verlauf allerdings abfallen. Und das kann unter anderem folgende Probleme verursachen:

  • Herzerkrankungen
  • Osteoporose (Verlust von Knochendichte)
  • Karies
  • Gedächtnisverlust
  • Konzentrationsstörungen
  • Erschöpfung
  • Eingeschränktes Sehvermögen
  • Haarverlust
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2. Kein ausgewogener Ernährungsplan

Die Diät vor und nach der Operation spielt beim Erfolg eine wichtige Rolle.

Vor der Operation: Bei der Diät vor der Operation (Eiweißphase) wird der Körper auf die Operation vorbereitet. Durch diese Diät wird das Risikio von Komplikationen bei der Operation vermindert. Eine gar nicht oder unzureichend durchgeführte Eiweißphase kann sogar dazu führen, dass die Operation abgebrochen wird.

Nach der Operation: Nach der Operation ist es sehr wichtig, sich richtig zu ernähren. Nach einem Schlauchmagen oder einem Magenbypass ist es zum Beispiel wichtig, den Kostaufbau in verschiedenen Schritten durchzuführen. Diese Schritte helfen dabei, sich über einen gewissen Zeitraum von rein flüssiger Ernährung auf feste Kost umzustellen. Wenn dieser Aufbau nicht eingehalten wird, können Magen-Darmprobleme die Folge sein. Auch ist das Durchhalten einer ausgewogenen Diät nach der Operation wichtig, um das Gewicht in einem guten Maße zu verlieren.

3. Zu wenig Wasser

Nach der Operation benötigt der Körper Wasser um die Heilung zu unterstützen. Auch führt eine ausreichende Wasserzufuhr dazu, dass man sich nach der Operation Energiegeladen fühlt. Wasser führt auch zu einem höheren Gewichtsverlust und verhindert Gesundheitsschäden.

4. kleine Snacks (“grasen”)

Es ist sehr leicht, über den Tag extra Kalorien zu konsumieren, wenn man nicht vorsichtig ist. Es erscheint zunächst harmlos, hin und wieder mal einen kleinen “Snack” einzuschieben. Aber genau das kann sehr schädlich sein. Ein guter Anfang ist es, wenn man die Snacks gar nicht erst zur Verfügung hat und wenn man sich an Ernährungspläne hält. Ansonsten ist es möglich, über den Tag verteilt hunderte extra Kalorien zu essen, ohne es zu merken!

5. Alkohol

AlkoholWährend Alkohol keinerlei wichtige Nährstoffe enthält, enthält er doch reichlich Kalorien. Jedes Gramm Alkohol enthält 7 kcal, die der Körper nicht braucht. Gerade nach einem Magenbypass und auch nach einer Schlauchmagenoperation ist es besonders wichtig, Alkohol zu vermeiden. Der Alkohol gelangt nämlich deutlich schneller in den Blutkreislauf und wirkt stärker. Das führt schneller zu einer Verkehrsuntüchtigkeit und auch zur Alkoholabhängigkeit.

Grundsätzlich ist ein verantwortungsvoller Genuss von Alkohol auch nach einer Operation möglich. Dies sollte aber nicht zu früh erfolgen und am besten nach Rücksprache mit Ihrer Ernährungsberaterin oder dem behandelnden Arzt.

6. Kohlensäure

Das Trinken von Kohlensäurehaltigen Getränken nach der Operation kann gefährlich sein. Viele Getränke mit Kohlehydraten enthalten viel Zucker (Cola, Limonade). Zucker ist bekanntermaßen keine empfohlene Kalorienquelle nach einer Operation und kann zu einem unzureichenden Gewichtsrückgang führen. Auch kann Kohlensäure zu Schmerzen führen, die nicht von anderen postoperativen Schmerzen zu unterscheiden sind. Dass kann zu einer verzögerten Reaktion auf eine mögliche Komplikation führen. Auch kann der Säuregehalt zu Magenschleimhautreizungen führen.

Quelle: https://medicalnews.website/bariatric-surgery-weight-loss-mistakes/ (nicht mehr aufrufbar)

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