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Operationsverfahren

Über das jeweils beste Operationsverfahren entscheiden wir gemeinsam mit den Patienten im Rahmen der Voruntersuchungen und Vorbereitungen.

Grundsätzlich bieten wir zwei Operationsverfahren, sowie ein endoskopisches Verfahren an:

  1. Schlauchmagenbildung (Sleeve-Gastrectomy)
  2. Roux-Y-Magenbypass
  3. Magenballon

Schlauchmagen

1. Schlauchmagen

Bei der Schlauchmagenbildung wird der Magen in einer minimalinvasiven Technik („Knopfloch-OP“) so sehr verkleinert, dass nur noch ein schlauchförmiger Anteil übrig bleibt, der deutlich weniger Nahrung aufnehmen kann. Das Volumen des Restmagens beträgt ca. 80-180 ml.

Die Folgen dieses Eingriffs sind, neben einem deutlich schnelleren Sättigungsgefühl, auch Veränderungen bei der Produktion von Hormonen, die u. a. das Sättigungsgefühl aber auch den Zuckerstoffwechsel verändern. Dadurch kommt es trotz der geringen Nahrungsmenge nach der Operation nicht zu einem vermehrten Hungergefühl. Bei Diabetikern wird nach der Operation ein deutlich geringerer Bedarf an Medikamenten beobachtet. In vielen Fällen kann ganz auf eine Medikamenteneinahme verzichtet werden. Wie lange dieser Effekt anhält, lässt sich noch nicht mit letzter Sicherheit sagen und ist u. A. von der Dauer der vorausgegangenen Medikamenteneinnahme abhängig.

Roux-Y-Magenbypass

2. Magenbypass

Beim Magenbypass wird zuerst der Magen deutlich verkleinert. Der Restmagen hat nur noch die Größe eines Eierbechers. Es wird dann eine Dünndarmschlinge, die vorher durchtrennt worden ist, an den Magen angenäht und hier ein Durchgang hergestellt. Zuletzt wird dann eine weitere Verbindung des Dünndarms hergestellt, über die die Verdauungssäfte mit der Nahrung vermengt werden.

Der Effekt ist, dass nicht nur deutlich weniger Nahrung aufgenommen werden kann, sondern die Verdauungssäfte erst deutlich später mit der Nahrung vermengt werden und so die Strecke, die für die Aufnahme von Nährstoffen zur Verfügung steht, deutlich verkürzt ist. Auch hier ist zum Beispiel im Falle eines Diabetes Mellitus eine deutlich verringerte Medikamenteneinnahme häufig. Oft kann vollständig auf eine medikamentöse Behandlung des Diabetes verzichtet werden.

Magenballon

3. Magenballon

Der Magenballon wird endoskopisch, das heißt im Rahmen einer Magenspiegelung, eingebracht. Er füllt den Magen zu einem großen Teil aus und führt so zu einem schnellen Sättigungsgefühl, schon nach geringen Nahrungsmengen. Der Ballon ist nur eine vorübergehende Hilfe. Nach sechs bis neun Monaten muss er wieder entfernt werden und eine endgültige Behandlung der Adipositas erfolgen.

Angewendet wird der Ballon bei Patienten mit einem erheblichen Übergewicht, um das Gewicht soweit zu senken, dass eine Operation technisch überhaupt möglich wird. Auch bei Patienten, bei denen eine Operation aufgrund von Herz- oder Lungenerkrankungen zu riskant wäre, kommt ein Magenballon zum Einsatz. Des Weiteren kann der Ballon notwendig werden, wenn bestimmte anatomische Verhältnisse eine Operation erschweren oder unmöglich machen. Hier kann durch eine Gewichtsabnahme, wie sie durch den Ballon erreicht wird, eine Operation möglich werden.

 

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